Optimale Vernetzung von online und offline

Warum die Chancen für den stationären Einzelhandel so groß sind wie nie zuvor!

02. Oktober 2020
von Johannes Ott

Nicht nur überteuerte Parkplätze in den Parkhäusern der Innenstädte, Schlangen an der Kasse, Anproben unter Zeitdruck und nicht vorhandene Größen oder Anzahl der Waren gehören bei vielen Konsumenten schon längst zur Vergangenheit. Für viele Produkte kann der Online-Einkauf einfach mehr bieten. Der Kunde erledigt seine Einkäufe dort, wo er die besten Informationen, die schnellste Verfügbarkeit oder auch schlicht Bequemlichkeit findet – und das ist mehr denn je online. Es gibt faktisch keinen stationären Händler, der mit dem Online-Kanal seinen Vertrieb nicht mindestens optimiert. Die Wichtigkeit dieser Thematik haben wir bereits in unserem letzten Newsletter betont. Es muss nicht immer gleich ein kompletter Online-Shop sein, aber ohne Social Commerce geraten Betriebe schneller in Rückstand als eventuell heute noch vermutet. Erfahren Sie in diesem Newsletter die First Steps der Vernetzung zwischen dem Online- und Offline-Handel.

1. Handel vor Ort spielt für viele Branchen eine entscheidende, aber veränderte Rolle

Je nach Produkt bietet der Handel vor Ort noch unersetzbare Bausteine in der Vertriebskette: Erlebnisgefühle, Vertrauen der persönlichen Beratung oder der erste haptische Eindruck von Produkten. Nicht nur wir, sondern auch die Experten der Kompetenzgruppe E-Commerce (im eco Verband der Internetwirtschaft) sind sich einig, dass der stationäre Handel auch in der Zukunft stattfinden wird. „Der künftig erfolgreiche stationäre – dann „hybride“ – Handel wird das Internet nicht als Gegner betrachten, sondern als große Chance“, betont auch Georg Rainer Hofmann, Leiter der Kompetenzgruppe.

2. E-Commerce als Booster für den stationären Handel

Das Umdenken und der Einstieg ins E-Commerce fallen vielen Unternehmen schwer, vor allem den kleinen. Denn tatsächlich sollte die Eröffnung eines Online-Shops nicht auf die leichte Schulter genommen und gut organisiert werden. Es müssen viele Bereiche und Aspekte beachtet und genau durchgeplant und offene Fragen beantwortet werden, denn nur so wird E-Commerce erfolgreich und zu einem wichtigen Beitrag für Ihren Vertriebserfolg. Welche Aspekte Sie grob beachten sollten (s. Grafik).

Somit könnte der sofortige Umstieg vom offline- zu online-Handel viel Zeit und Planung in Anspruch nehmen. Deswegen empfehlen wir für den Anfang, eine Multi-Channel-Strategie zu fahren, die online mit offline verknüpft und einander nicht ausschließt. Intelligente Konzepte zur Vernetzung von online und offline bieten sogar kleineren Läden eine große Überlebenschance. Denn heutzutage ersetzt das Internet als Informationsquelle Teile der Beratung. Händler können diese Entwicklung jedoch nutzen und ihren Kunden eine Möglichkeit geben, sich zunächst ausgiebig über ihre Produkte online zu informieren, bevor sie ihr Geschäft betreten. Präsentieren Sie Ihre Produkte online in einem eigenen Online Shop oder nutzen Sie dafür kostengünstigere Methoden, wie beispielsweise Facebook Marketplace oder Instagram Shopping. Wichtig ist es, den Kunden Informationsmaterial zu den Produkten oder Dienstleistungen online und vor allem proaktiv zur Verfügung zu stellen. Das schafft auch Online bereits eine Bindung.

 

Click & Collect als eine clevere Vernetzungsmethode

Click & Collect ist noch lange nicht ausgestorben und bietet viele komfortable Vorteile für den Kunden. Bieten Sie dem Kunden eine Möglichkeit Ihre Produkte online zu reservieren und vor Ort zu auszuprobieren, portofrei abzuholen und im besten Fall gleich zu kaufen. Mit dieser Methode verbinden Sie den Einkauf im Ladengeschäft mit der Möglichkeit, sich als Kunde mit Ihrem Produkt online zuvor intensiv zu beschäftigen. Betritt der informierte Kunde Ihr Geschäft, so können Sie den direkten Kundenkontakt dazu nutzen, um mit dem Kunden eine persönliche Beziehung aufzubauen und ihm wahre Emotionen zum Produkt zu vermitteln.

IKEA beispielsweise bietet ihren Kunden einen Online-Einkauf an, in dem der Kunde eine Bestellung des Produktes abschließt und seine bestellte Ware zum Wunschtermin im Einrichtungshaus abholt. Die bestellten Produkte werden von IKEA zusammengestellt und vorbereitet, so dass der Kunde sie schnell und (fast) kontaktlos mit nach Hause nehmen kann. Das spart jede Menge Zeit und ist sicher. Galeria Kaufhof bietet den Service „Reservieren und Abholen“ an. Der Kunde kann auf kaufhof.de den Warenstand seines Wunschartikels in einer nahegelegen Filiale prüfen und ihn für zwei Geschäftstage reservieren. Alle Filialen von Kaufhof verfügen über eine Abholstationen, in der der Kunde ganz schnell und unkompliziert seine reservierte Ware noch am selben Tag abholen kann. Das Click & Collect Modell wird von den Kunden sehr gut angenommen. Die gesparte Versandgebühr, Teilnahme an Aktionen egal zu welcher Uhrzeit und der Vorteil, nicht bei der Post anstehen zu müssen, sind überzeugend.

3. Social Commerce als der große Trend 2020

Facebook als großer Social-Media Konzern kennt die Stärken und das Potenzial von Social Shopping ganz genau und entwickelte sich bereits in der Vergangenheit weiter in Richtung E-Commerce. Facebook wagte den Next Step und launchte mitten in der Corona-Krise eine Erweiterung seiner Shop-Funktion „Facebook Shops“. Diese Funktion bietet Händlern die Möglichkeit, ganz unkompliziert einen eigenen Online-Shop im sozialen Netzwerk zu erstellen, der dann über Facebook aber auch über das Tochter-Netzwerk Instagram erreichbar ist. Dazu müssen die Händler lediglich ein Produktkatalog anlegen oder einzelne Kollektionen mit mehreren Artikeln erstellen. Mit Hilfe von externen Tools, wie beispielsweise dem Shopsystem Shopify können Produktkataloge ganz simpel befüllt werden und der eigenen Facebook-Shop eingerichtet. Das Produktsortiment kann anschließend in Facebook- und Instagram-Posts bzw. –Storys verlinkt werden. Erfahren Sie mehr über zahlreiche Funktionen in dem Informationsportal AllFacebook.

Netter Nebeneffekt: Social Commerce als interaktives Erlebnis

Dank Social Commerce können Händler ihre soziale Präsenz im Internet mit Kundenrezensionen und Empfehlungen verknüpfen. Denn Shopping lebt von Inspirationen und Empfehlungen von Mensch zu Mensch. Über den direkten Verkauf der Produkte in den sozialen Netzwerken hinaus, können Händler dort auch auf sich und die eigenen Produkte aufmerksam machen, indem sie die Kunden selbst darüber sprechen lassen. Das ist ein großes Potenzial, das die Händler für sich nutzen können. Durch Empfehlungen, Erfahrungsberichte und Feedbacks zu Produkten kann der vernetzte Konsument anderen Konsumenten Entscheidungshilfen bieten und seine Eindrücke direkt mit seinem Netzwerk teilen. Dadurch wird das Online-Shopping zu einem interaktiven Erlebnis. Zahlreiche Start-ups, die im Bereich E-Commerce tätig sind, verfolgen diesen interaktiven sozialen Ansatz. Gezielte, auf die Zielgruppe abgestimmte Marketing-Aktivitäten in den sozialen Medien bieten Kunden die Möglichkeit, ganz bequem zu shoppen und sich gleichzeitig mit seinem Netzwerk in Social Media über die bestellten Produkte auszutauschen.

 

Fakt ist, dass bisherige rein stationäre Händler anfangen müssen, ihre festgefahrene Strategie zu überdenken, sich mit dem Thema Multi-Channel auseinandersetzen und neue Verkaufskanäle zu erschließen, um die Vernetzung verschiedener Absatzkanäle optimal für sich zu nutzen – am besten online und heute noch! Letztendlich geht Probieren über Studieren und es bleibt nichts anderes übrig als zu experimentieren und die Chance zu nutzen, auch online präsent zu werden. Denn, ob ein „hybrides“ Konzept Ihres Unternehmens von den Kunden angenommen wird oder nicht, wird sich erst durch eine Testphase zeigen. Der Anfang zählt und dieser muss gar nicht so kompliziert sein. Zahlreiche Agenturen können Ihnen heute den Einstieg in die vernetzte Welt zwischen online und offline erleichtern.

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